Glossar
B
Bauabnahme
Mit der Bauabnahme erklärt der Bauherr, dass er die Bauleistung als im Wesentlichen vertragsgemäß anerkennt. Sie markiert den Übergang vom Bauen zum Nutzen und hat wichtige rechtliche Folgen.
Bauen im Bestand
Bauen im Bestand umfasst alle Bauarbeiten an vorhandenen Gebäuden: Umbau, Anbau, Aufstockung, Modernisierung und Sanierung. Ziel ist, bestehende Substanz weiterzunutzen und für neue Anforderungen fit zu machen.
Baugrube
Eine Baugrube ist eine ausgehobene Vertiefung im Boden, in der Keller, Tiefgaragen oder Fundamente entstehen. Je nach Tiefe und Platz wird sie geböscht oder durch einen Verbau gesichert.
Bauleitung
Die Bauleitung steuert und überwacht die Arbeiten auf der Baustelle. Sie sorgt dafür, dass ein Gebäude nach Plan, in der vereinbarten Qualität, sicher und termingerecht entsteht.
Bauträger
Ein Bauträger baut auf eigenem Grundstück und auf eigenes Risiko und verkauft die fertigen Wohnungen oder Häuser samt Grundstücksanteil an Käufer. Grundstück und Bauleistung kommen aus einer Hand.
Bauunternehmen Günzburg
Ein Bauunternehmen in Günzburg plant und errichtet Gebäude und Infrastruktur in der Region zwischen Ulm und Augsburg – von Hochbau und Tiefbau bis zum schlüsselfertigen Gesamtprojekt.
Bauzeitenplan
Ein Bauzeitenplan legt fest, wann welche Arbeiten auf der Baustelle stattfinden, wie lange sie dauern und wie sie zusammenhängen. Er ist das zentrale Werkzeug für termintreues Bauen.
Bodenplatte
Eine Bodenplatte ist eine flächige Platte aus Stahlbeton, die den unteren Abschluss eines Gebäudes bildet. Sie trägt Lasten in den Baugrund ab und dient oft zugleich als Fundament.
C
E
Effizienzhaus
Ein Effizienzhaus ist ein Gebäude mit festgelegtem Energiestandard. Die Zahl dahinter zeigt, wie viel Primärenergie es im Vergleich zu einem Referenzgebäude nach Gebäudeenergiegesetz benötigt.
Erdarbeiten
Erdarbeiten sind alle Arbeiten, bei denen Boden gelöst, bewegt, eingebaut oder verdichtet wird. Sie bereiten das Baufeld vor und schaffen die Grundlage für Fundamente, Kanäle und Verkehrsflächen.
F
G
Generalunternehmer
Ein Generalunternehmer übernimmt im Auftrag des Bauherrn alle Bauleistungen eines Projekts. Er führt wesentliche Teile selbst aus, koordiniert alle Gewerke und haftet für das Gesamtergebnis.
Geschosswohnungsbau
Geschosswohnungsbau bezeichnet den Bau mehrgeschossiger Wohngebäude mit vielen Wohnungen, die über gemeinsame Treppenhäuser erschlossen werden. Er schafft dichten, effizienten Wohnraum in Städten und Gemeinden.
Gewerbebau
Gewerbebau umfasst Gebäude für Büro, Handel, Handwerk und Dienstleistung, vom Bürogebäude bis zum Firmensitz mit Ausstellung. Er verbindet funktionale Arbeitsflächen mit dem Auftritt eines Unternehmens.
Graue Energie
Graue Energie ist die Energie, die für Herstellung, Transport, Einbau, Instandhaltung und Entsorgung von Baustoffen nötig ist. Sie steckt im Gebäude, bevor es überhaupt beheizt oder genutzt wird.
Grundstücksentwässerung
Grundstücksentwässerung umfasst alle Leitungen, Schächte und Anlagen, die Schmutz- und Regenwasser auf einem Grundstück sammeln und sicher in den Kanal, eine Versickerung oder einen Speicher leiten.
H
Hallenbau
Hallenbau bezeichnet den Bau großer, stützenarmer Räume für Produktion, Logistik, Lager, Handel oder Sport. Kennzeichnend sind weitgespannte Tragwerke, hohe Räume und eine wirtschaftliche Gebäudehülle.
Hausanschluss
Der Hausanschluss verbindet ein Gebäude mit den öffentlichen Netzen für Abwasser, Trinkwasser, Strom, Gas, Wärme und Telekommunikation. Er macht ein Grundstück erst nutzbar und bewohnbar.
Hochbau
Hochbau umfasst alle Bauwerke, die überwiegend oberhalb der Geländeoberfläche entstehen – vom Wohnhaus über Büro- und Gewerbebauten bis zu Produktionshallen und öffentlichen Gebäuden.
Holzhybridbau
Holzhybridbau verbindet Holz mit Beton oder Stahl in einem Tragwerk. Jeder Baustoff wird dort eingesetzt, wo er seine Stärken ausspielt – für leistungsfähige, ressourcenschonende Gebäude.
I
Industriebau
Industriebau umfasst Planung und Bau von Gebäuden für Produktion, Fertigung und Logistik. Im Mittelpunkt stehen Produktionsabläufe, hohe Lasten, große Spannweiten und die Erweiterbarkeit des Standorts.
Inliner-Verfahren
Beim Inliner-Verfahren wird ein harzgetränkter Schlauch in einen beschädigten Kanal eingebracht und ausgehärtet. So entsteht ein neues Rohr im alten – grabenlos und ohne Aufbruch der Oberfläche.
K
Kanal-TV-Untersuchung
Bei der Kanal-TV-Untersuchung fährt eine Kamera durch Abwasserleitungen und zeichnet ihren Zustand auf. Risse, Wurzeln oder Versätze werden so sichtbar und lassen sich gezielt beheben.
Kanalbau
Kanalbau ist die Herstellung neuer Abwasserkanäle mit Schächten und Anschlüssen. Er leitet Schmutz- und Regenwasser sicher ab und bildet die Grundlage für jedes neue Wohn- oder Gewerbegebiet.
Kanalsanierung
Kanalsanierung umfasst alle Maßnahmen, mit denen bestehende Abwasserkanäle und Leitungen wieder dicht, standsicher und betriebssicher werden – durch Reparatur, Renovierung oder Erneuerung.
Kernsanierung
Bei einer Kernsanierung wird ein Gebäude bis auf die tragende Struktur zurückgebaut und anschließend mit neuer Haustechnik, neuem Ausbau und zeitgemäßer Energieeffizienz wieder aufgebaut.
Kreislaufgerechtes Bauen
Kreislaufgerechtes Bauen plant Gebäude so, dass Bauteile und Baustoffe nach ihrer Nutzung wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden können. Aus Abfall wird so die Ressource von morgen.
M
Machbarkeitsstudie
Eine Machbarkeitsstudie prüft vor dem Planungsstart, ob ein Bauprojekt rechtlich zulässig, technisch umsetzbar und wirtschaftlich tragfähig ist. Sie ist die Grundlage für die Entscheidung, ob und wie gebaut wird.
Mehrfamilienhaus
Ein Mehrfamilienhaus ist ein Wohngebäude mit mehreren abgeschlossenen Wohnungen, meist ab drei Wohneinheiten. Es wird als Mietshaus betrieben oder in Eigentumswohnungen aufgeteilt.
N
P
Q
R
Revitalisierung
Revitalisierung bringt leerstehende oder nicht mehr zeitgemäße Gebäude und Areale zurück ins Leben. Durch Umbau, Modernisierung und oft eine neue Nutzung entsteht aus Bestand wieder ein gefragter Ort.
Rohbau
Der Rohbau ist das tragende Grundgerüst eines Gebäudes: Fundament oder Bodenplatte, Wände, Decken, Treppen und Dachkonstruktion – noch ohne Ausbau, Haustechnik und Oberflächen.
S
Schlüsselfertigbau
Beim Schlüsselfertigbau errichtet ein Bauunternehmen ein Gebäude komplett bis zur Nutzungsreife. Der Bauherr hat einen Vertragspartner und erhält am Ende buchstäblich den Schlüssel.
Schlüsselfertige Sanierung
Schlüsselfertige Sanierung bedeutet: Ein Unternehmen modernisiert ein Bestandsgebäude aus einer Hand – von der Bestandsaufnahme bis zur Übergabe des nutzungsfertigen Gebäudes zum vereinbarten Termin.
Smart Living
Smart Living beschreibt Wohn- und Gebäudekonzepte, in denen vernetzte Technik Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz erhöht – vom intelligenten Heizen bis zur digitalen Gemeinschaft im Quartier.
Stahlbeton
Stahlbeton ist ein Verbundbaustoff aus Beton und eingelegter Stahlbewehrung. Der Beton nimmt Druckkräfte auf, der Stahl die Zugkräfte – so entstehen tragfähige Decken, Wände und Stützen.